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Willkommen auf der Homepage der Zahnarztpraxis Dr. Post.
Wir möchten Sie hier über unsere Behandlungsmöglichkeiten informieren. Unsere Praxis hat folgende Adresse:

Dr. Matthias Post
Pia M. Post

Freseniusstrasse 2
81247 München

Tel.:089 / 81 03 99 66
Fax:089 / 81 03 99 67

E-Mail: hias.post@t-online.de



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Montag 8.30 - 12.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Dienstag 8.30 - 12.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch 8.30 - 12.00 Uhr
Donnerstag 8.30 - 12.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr
Freitag 8.30 - 12.30 Uhr

Bei Bedarf können auch Termine ausserhalb dieser Sprechzeiten
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Zahnärztlicher Notdienst
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Implantate

Parodontose

Prophylaxe

Wurzel-
behandlung

Alles rund um den Zahn

Zahnmedizin


Implantate

Der Begriff Implantat im Zusammenhang mit Zähnen greift immer mehr um sich, womit er Gott sei dank etwas von seiner Mysthik verloren hat. Trotzdem sorgt er nach wie vor für allerhand Mißverständnisse:

Was sind Implantate?

Das Wort implantieren bedeutet nichts anderes als einpflanzen. Wenn man etwas einpflanzt, wächst es fest. Zahnimplantate sind in den Knochen eingepflanzte, künstliche Zahnwurzeln aus Reintitan und wachsen dort fest. Der Werkstoff Titan findet in der prothetischen Medizin (z.B. als Hüftgelenkprothese) deshalb so oft Verwendung, weil er für den Körper sehr gut verträglich ist. Wenn ein Zahnimplantat im Knochen eingeheilt und festgewachsen ist, hat man eine künstliche Zahnwurzel, auf die man den Zahnersatz (Krone, Brücke oder Prothese) verschrauben oder zementieren kann.

Was passiert bei der Implantation?

Nach Analyse des Knochenangebotes legt der Zahnarzt je nach Versorgung Anzahl und Typ der zu verwendenden Implantate fest. Diese werden dann in den Knochen eingebracht. Der dazu erforderliche Eingriff dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Er findet unter örtlicher Betäubung statt und tut deshalb nicht weh. Die Patienten sind jedesmal ganz erstaunt, daß sie nicht nur während des Eingriffs nichts merken, sondern vor allem auch direkt danach und während der ganzen Einheilphase keine Beschwerden haben. Die Implantate heilen, vom Zahnfleisch geschützt, in einem Zeitraum von 2-3 Monaten in den Knochen ein. Nach der Einheilphase wird das Implantat freigelegt um darauf dann eine Krone , Brücke oder Prothese anzufertigen.

Was ist, wenn nicht genügend Knochen vorhanden ist?

Wenn die vorhandene Knochensubstanz nicht ausreicht, um das Implantat dauerhaft zu fixieren, so kann durch Auflagerung von künstlichem und eigenem Knochen (Augmentation) die benötigte Stabilität hergestellt werden.

Was sind die Vorteile von implantatgetragenen Kronen, Brücken und Prothesen?

Implantate sichern nicht nur kompromißlose Stabilität beim Sprechen und Essen, sie gewährleisten auch langfristig den Erhalt der angrenzenden und gegenüberliegenden Zähne und vermeiden Knochenschwund.

Wie lange hält ein Implantat?

Die moderne Implantologie hat hervorragende und vorhersagbare Erfolge: Bei guter Pflege und günstiger Voraussetzung können Implantate so lange ihren Dienst tun wie natürliche Zähne auch. Sie imitieren diese dabei und bieten den Zahnkronen einen Absolut sicheren Halt.

Wozu dienen Implantate?

Mit Hilfe von Implantaten lassen sich verlorengegangene Zähne wieder ersetzen, ewig "nicht halten wollende" Prothesen fest verankern oder der konstruktionsbedingte Schritt zur herausnehmbaren Teilprothese vermeiden. Wir haben also drei verschiedene Einsatzbereiche, die sich grundsätzlich voneinander unterscheiden:

1. Die implantatgetragene Einzelzahnversorgung
2. Die implantatgetragene Vollprothese
3. Der implantatgetragene Zahnersatz am Freiende

1. Die implantatgetragene Einzelzahnversorgung

Warum sollte ein verlorener Einzelzahn ersetzt werden?

Es gibt die unterschiedlichsten Ursachen für den Verlust einzelner Zähne.
Ein fehlender Zahn sollte bald ersetzt werden, da sich sonst die beiden Nachbarzähne der Lücke zuneigen können oder der aufbeißende Zahn im gegenüberliegenden Kiefer aus seinem Knochen herauswächst. Beides verursacht Probleme - vom Zähneknirschen über Kiefergelenkschmerzen bis hin zum Verlust anderer Zähne. Und natürlich spielen auch ästhetische Gesichtspunkte eine Rolle: Finden wir Zahnlücken bei Kindern noch niedlich, so wirken sie bei Erwachsenen doch sehr störend.

Was sind die Nachteile beim herkömmlichen Einzelzahnersatz?

Für den Ersatz des fehlenden Zahns wird in der Regel eine Brücke angefertigt. Diese hat jedoch den Nachteil, dass meist völlig gesunde Nachbarzähne für die Aufnahme der Brücke beschliffen werden müssen. Um einen einzelnen Zahn zu ersetzen nimmt man also die Beschädigung zweier weiterer Zähne in Kauf. Diese müssen dann zusätzlich die Kaukraft des ersetzten Zahnes mittragen. Eine Überlastung mit späterem Verlust dieser Zähne kann die Folge sein.
Aber auch der Knochen verändert sich: Da er an der Stelle des verlorenen Zahnes nicht mehr belastet wird, bildet er sich zurück. Das muß nicht sein!

Gibt es eine Lösung für jede Zahnlücke?

Implantate kann man bei allen Arten von Zahnlücken einsetzen - ganz gleich, ob nur ein einzelner oder auch mehrere Zähne fehlen. Bei bis zu drei nebeneinander fehlenden Zähnen wird in der Regel jeder einzelne durch ein eigenes Implantat ersetzt. Erst bei größeren Lücken oder in besonderen Fällen wird die Implantatszahl gegenüber der Anzahl fehlender Zähne reduziert. Grundsätzlich ist eine genaue Untersuchung erforderlich, um die notwendige Anzahl und Spezifikation der Implantate festzulegen.

2. Die implantatgetragene Vollprothese

Warum Implantate für den unbezahnten Kiefer?

Vollprothesenträger kämpfen häufig mit dem Problem, das die Prothese nicht hält (meist im Unterkiefer). Die Folge davon: Beim Sprechen oder Essen fällt sie heraus.
Noch gravierender sind die medizinischen Folgen:

Die auf der Schleimhaut aufliegende Prothese verursacht Knochenschwund - ca. 1 Millimeter pro Jahr!
Auch die beste Prothese kann deshalb nicht dauerhaft für Besserung sorgen. Abhilfe schaffen hier Implantate.

Was sind die Vorteile der Implantat-Prothetik?

Im Unterkiefer herrschen besonders gute Bedingungen für eine Implantation, weil der Knochen im vorderen Bereich sehr stabil und nicht von Nerven durchzogen ist.
Die Einheilungschancen liegen bei über 97 %. Implantate können bei guter Pflege und günstigen Voraussetzungen durchaus 20 Jahre und länger ihren Dienst tun. Sie imitieren dabei die natürlichen Zähne und bieten der Prothese beim Essen und Sprechen einen absolut sicheren Halt. Ein weiterer entscheidender Vorteil: Der bei herkömmlichen Prothesen übliche Knochenschwund von einem Millimeter pro Jahr wird etwa auf ein Zehntel davon reduziert.

3. Der imlantatsgetragene Zahnersatz am Freiende

Was ist eine Freiendsituation?

Fehlen auf einer oder beiden Kieferhälften die großen Backenzähne oder auch weitere Zähne, so spricht man von einer verkürzten Zahnreihe bzw. Freiendsituation. Sie ist kritisch für das gesamte Gebiß, da die Zähne im Gegenkiefer (die sog. Antagonisten) keinen Gegendruck mehr bekommen und aus dem Knochen herauswachsen (sog. Elongation). Der Verlust der Gegenzähne und Bißstörungen sind oft die Folge.
Langfristig nimmt auch das Kiefergelenk Schaden, es knackt bei der Mundbewegung, Muskelschmerz tritt auf.

Wo liegen die Schwierigkeiten des Zahnersatzes am Freiende?

Der Ersatz der fehlenden Zähne gestaltet sich schwierig, weil ein hinterer Auflagepfeiler fehlt.
Eine fest verankerte Brücke kann daher nur unzureichend an den vorderen Zähnen befestigt werden. Wegen der ungünstigen Einleitung der Kaukräfte (Kipp - u. Zugkräfte) würden diese bald Schaden nehmen.
Eine herausnehmbare Prothese muß aus Stabilitätsgründen zusätzlich an den Zähnen der gegenüberliegenden Kieferhälfte befestigt werden. Hierzu ist ein Unterzungen - oder Gaumenbügel nötig, der den Tragekomfort deutlich einschränkt. Die auf der Schleimhaut aufliegende Prothese führt zudem zu Knochenabbau und nicht selten zur Überbelastung der Haltezähne. Eine mittelfristige Verschlimmerung ist hier die Folge.

Warum sind Implantate die beste Lösung am Freiende?

Den komfortabelsten Ersatz für fehlende Zähne am Freiende bilden Zahnimplantate, da diese fest im Knochen verankert sind. Das Kiefergelenk wie auch die natürlichen Zähne werden wieder optimal abgestützt, eine Belastung der Restbezahnung wird vermieden. Zudem bieten Implantate den höchsten Tragekomfort, denn mit ihnen sprechen, lachen, kauen und beißen Sie wie mit Ihren natürlichen Zähnen.

Wie viele Implantate sind für eine Freiendversorgung erforderlich?

Wenn nur die großen Backenzähne fehlen, werden in der Regel nur ein bis zwei Implantate benötigt. Fehlen zudem die vorderen, kleineren Backenzähne, sind wenigstens zwei bis drei Implantate nötig. Die beste Lösung stellt allerdings der Ersatz jedes einzelnen Zahnes durch ein eigenes Implantat dar.

Die voraussagbar sicheren Behandlungsergebnisse mit Implantaten haben das Therapiespektrum für verloren gegangene Zähne in einem Maße erweitert, dass man durchaus von revolutionär sprechen kann. Mit implantatgetragenem Zahnersatz erreicht man eine Lebensqualität, die mit der von gesunden Zähnen vergleichbar ist.

Implantatsgetragene Versorgungen sind grundsätzlich privatärztliche Leistungen. Private Krankenversicherungen erstatten eine Implantation normalerweise im vollen Umfang - abzüglich der in der Versicherungspolice vereinbarten Eigenbeteiligung



Parodontose

Was ist Parodontose?

Parodontose = Parodontitis

Die früher als "Parodontose" bezeichnete Krankheit des Zahnbettes wird durch eine Entzündung im Bereich der Zahnwurzel verursacht. "Parodont" bedeutet um den Zahn herum und meint damit den ganzen Zahnhalteapparat, d.h. das Zahnfleisch, den Knochen und das Aufhängesystem (Fasern, Zement).
Alles was entzündet ist, bekommt in der Medizin die Endung "-itis". Wenn das Parodont (Zahnhalteapparat) also entzündet ist, heißt das im Fachchinesisch "Parodontitis". Womit wir wieder am Anfang wären: Die Parodontose ist eigentlich eine Parodontitis.

Früher glaubte man, der Rückgang des Zahnfleisches sei eine Art entzündungsfreie Verschleißerscheinung. Daher kam der Name "Parodontose", wobei die Endung "-ose" auf den Verschleiß, die Abnützung hinweisen sollte, wie zum Beispiel auch bei der "Arthrose" (Gelenkverschleiß).

Parodontitis ist eine Volkskrankheit!
Jeder zweite Erwachsene ist davon betroffen

Bei Parodontitis droht Zahnverlust

Parodontitis führt zu einem langsamen Abbau des Zahnhalteapparates. Hierbei werden Fasern, Knochen und Gewebe rund um die Zähne zerstört. Äußerlich ist dies durch einen Rückgang des Zahnfleisches und durch das Auftreten von längeren Zähnen zu beobachten. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, so kommt es zu einem Abbau der Knochenstruktur bis hin zu einem Ausfall der betroffenen Zähne.

Wie entsteht Parodontitis?

Bakterien greifen an

Die zahnmedizinische Wissenschaft ist heute sehr weit fortgeschritten. Man weiß, dass praktisch jeder Zahnfleischrückgang auf eine Besiedelung durch Bakterien zurückzuführen ist. Diese Bakterien dringen über die Zahnoberfläche langsam in Richtung der Zahnwurzel vor und verursachen dort eine Entzündung. Durch gründliche Zahnpflege kann dieses Eindringen oft verhindert werden.
Das Problem ist: Sind die Bakterien erst in die Zahnfleischtaschen eingedrungen, so vertiefen sich diese Taschen immer weiter und sie sind dann für die Zahnbürste nicht mehr erreichbar. In diesem Moment können die Bakterien ungestört (ähnlich wie auf den Zähnen) einen Belag bilden, die so genannte "Plaque". Aus dieser Plaque kann sich Zahnstein auf der Wurzel bilden, der den Bakterien als guter Boden für eine weitere Besiedlung dient.

Was kann ich gegen Parodontitis tun?

Parodontis behandeln!

Die Bakterien in den Zahnfleischtaschen rufen eine permanente Entzündung hervor. Sind alle Zähne betroffen, ist eine Gesamtfläche erreicht, die der Innenseite einer Handfläche entspricht. Eine solche entzündete "Wunde" bedroht nicht nur die Zähne, sondern kann eine Belastung für den ganzen Organismus bedeuten. So weiß man heute zum Beispiel, dass "Parodontitis" in engem Zusammenhang mit Rheuma oder der Erkrankung der Herzklappen zu sehen ist. Diese Entzündung kann heutzutage jedoch relativ einfach behandelt werden.

!!! Die Bakterien müssen aus den Zahnfleischtaschen entfernt werden !!!

Neue Methoden, die von Wissenschaftlern entwickelt wurden, ermöglichen es Ihrem Zahnarzt, Ihre Zähne sozusagen unter dem Zahnfleisch zu "putzen". Dabei werden Zahnstein, Plaque und Bakterien soweit entfernt, dass der Körper wieder in der Lage ist, die Entzündung von sich aus erfolgreich zu bekämpfen, und die Wunde heilen kann.
Nur in ganz seltenen, schweren Fällen, wenn die Erkrankung sehr heftig verläuft oder weit fortgeschritten ist, müssen Antibiotika eingesetzt oder das Zahnfleisch chirurgisch "aufgeklappt" werden, um die Bakterien zu entfernen.

! Lassen Sie es nicht so weit kommen !

Eine rechtzeitige Behandlung kann heute schnell und schonend durchgeführt werden. Neue Methoden ermöglichen eine nahezu schmerzfreie, "minimalinvasive" Behandlung.

"Schonend Zähneputzen unterhalb des Zahnfleisches"
- das kann nur Ihr Zahnarzt

Nach einer ersten Behandlung werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt und neue Bakterien gezielt bekämpft. So kann Ihr Zahnarzt die Erkrankung zum Stillstand bringen. Sie selbst können durch regelmäßige Mundhygiene zum Erfolg beitragen! Denn Sie hindern damit die Bakterien am Eindringen in die Zahntaschen.

Die schonende Behandlung!

Nach einer gründlichen Untersuchung und einer Vorbehandlung wird die eigentliche Parodontalbehandlung durchgeführt. Ein neues Verfahren, die Parodontitis schonend zu bekämpfen, besteht in feinen Ultraschallinstrumenten. Damit werden die empfindlichen Zahnwurzeln sanft gereinigt, es wird nicht gekratzt oder geschliffen. Ein zusätzliches weißes Poliermittel sorgt ähnlich wie eine Zahnpasta dafür, dass die Beläge und Bakterien auch sicher entfernt werden und das die Wurzel glatt bleibt.
Nach der Behandlung ist im Regelfall keine Beeinträchtigung zu erwarten. Sie können ohne Einschränkung nach kurzer Zeit wieder essen und trinken.

Das Wichtigste nach der Behandlung ist die regelmäßige Nachsorge

In angemessenem Abstand zu einer Behandlung untersucht Ihr Zahnarzt Sie erneut und überprüft, ob die Entzündung abgeheilt ist. Im Einzelfall muss an wenigen Stellen nochmals nachgereinigt werden. Die Parodontitis ist nun zum Stillstand gekommen. Durch gründliche Zahnpflege können Sie selbst dazu beitragen, eine neue Entzündung zu vermeiden.

Ihr Zahnarzt ist Ihr Partner

Zusammen mit Ihrem Zahnarzt können Sie Ihre Zahngesundheit erhalten. Sie sollten nur vereinbaren, je nach individueller Schwere der Erkrankung, 2 - 6 pro Jahr in die Praxis zur Nachsorge zu kommen. Diese wird meist nur noch mit weicheren Kunststoffinstrumenten durchgeführt. So bleiben Ihr schönen, natürlichen Zähne bis ins hohe Alter gesund.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt, er berät Sie gern zu allen Fragen der Parodontitis, ihrer Behandlung und der Erhaltung Ihrer Gesundheit.



Prophylaxe

Was bedeutet Prophylaxe eigentlich?

Erst einmal nichts anderes als Vorbeugen und Verhindern.



Wenn wir in unserer Zahnarztpraxis Prophylaxe anbieten und betreiben heißt das natürlich, dass wir alle uns bekannten Möglichkeiten ausschöpfen, um Karies (Löcher) und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen und zu verhindern. Beides würde nämlich langfristig zum Verlust der Zähne führen.

Die moderne Zahnmedizin hat ein Konzept entwickelt, mit dem Sie sich wirksam vor Karies und Zahnfleischentzündungen schützen können. Sie können Ihre eigenen Zähne bis ins hohe Alter behalten, was natürlich schöner, angenehmer und auch billiger ist. Außerdem erspart es Ihnen Schmerzen und vermeidet so manch andere Krankheit in Ihrem Körper:

Die 4 Säulen Ihrer Zahngesundheit

1. Säule: Gesunde Ernährung

Eine kräftige, zuckerarme Ernährung ist die erste Voraussetzung für gesunde Zähne. Schädlich für die Zähne sind alle Süßigkeiten, besonders wenn sie klebrig, säuerlich oder zuckerhaltig sind. Wenn schon Zuckerhaltiges, dann auf einmal und nicht über den ganzen Tag verteilt. Gefährlich für Kinder sind die Betthupferl und für Säuglinge die Zuckertees. Nach dem Essen von Bonbons, Schokolade usw. immer so schnell wie möglich die Zähne putzen. Wenn das nicht möglich ist, wenigstes den Mund mit Wasser ausspülen.
Vollkornbrot, frisches Gemüse, Käse etc. sind nicht nur für Zähne besser, sie tun dem ganzen Körper gut. Sie verhindern auch das schnelle Ansetzen von Zahnbelag und kräftigen die Kaumuskulatur.

2. Säule: Richtige Mundhygiene (Gingivitisprophylaxe)

Die möglichst vollständige Entfernung von Plaque (Belägen) durch regelmäßige Zahnreinigung mit Zahnbürste und Zahnseide ist immer noch die wirksamste Methode, um Zahnfleisch und Zähne gesund zu erhalten. Dabei sollten medizinische Zahnpasten verwendet werden, die schonend und wirksam den bakteriellen Zahnbelag (Plaque) entfernen helfen und Zahnfleisch und Zähne sicher schützen. Schon 2x täglich Zähneputzen, wie die Zahnmedizin es fordert, führt zu mehr Zahngesundheit. Noch besser wäre es: Nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen. Aber auf jeden Fall abends vor dem Schlafengehen. So können sich schädliche Zahnbeläge erst gar nicht bilden. Dazu 2x jährlich zum Zahnarzt zur Kontrolluntersuchung. So lassen sich frühzeitig Schäden erkennen und behandeln.

Für das regelmäßige Zähneputzen wird aus zahnmedizinischer Sicht eine Zahnbürste mit kleinem Borstenfeld aus Kunststoffborsten empfohlen, dicht bestückt und optimal rundgeschliffen, damit sie das empfindliche Zahnfleisch nicht verletzen, sondern schonend massieren. Beim Gebrauch der Zahnbürste muß man unbedingt auf einen sanften Bürstendruck achten. So wichtig wie eine Putzzeit von 2-3 Minuten ist die Putztechnik. Eine Zahnbürste muß mindestens alle 2-3 Monate ausgewechselt werden. Wenn sie "struppig" wird, reinigt sie nur noch unzureichend und kann das Zahnfleisch verletzen.

Zur Zahnreinigung mit Zahnbürste und Zahnseide ist eine medizinische Mundspülung zum Schutz vor Zahnfleischentzündungen, Plaque und Zahnstein empfehlenswert. Sie unterstützt die tägliche Prophylaxe und sorgt für angenehm frischen Atem.

3. Säule: Flouridierung (Kariesprophylaxe)

Zucker und Speisereste werden durch die Bakterien im Zahnbelag zu Säure umgewandelt, die den ungeschützten Zahnschmelz angreift und zerstört. Um die Zähne vor dem Säureangriff wirksam zu schützen, ist tägliches Zähneputzen gut und wichtig.
Zusätzlich sollte man aber den Zahnschmelz noch intensiv härten. Sonst kommen nur allzu oft die Löcher. Man kann den Zahnschmelz härten, indem man auf ihm ein Flouriddepot bildet. Das macht entweder der Zahnarzt, indem er auf die Zähne einen Flourlack aufträgt, oder man benützt zu Hause 1x wöchentlich, am besten immer am selben Tag abends; ein flourhaltiges Gelée, das wie eine Zahnpasta ca. 2 Minuten eingebürstet wird. Danach kurz ausspülen. So wird auf dem Zahnschmelz ein Flouriddepot gebildet, das den Zahn mineralisiert und nachhaltig härtet.

4. Säule: Zahnarztbesuch (Kontrolle)

Man sollte mindestens 2x jährlich zum Zahnarzt gehen. Einfach nur zur Kontrolle. So werden rechtzeitig eventuelle Schäden entdeckt und können sofort behandelt werden, ohne allzu großen Schaden anzurichten. Außerdem kann man je nach Wunsch in das Prophylaxeprogramm aufgenommen werden: Das Prophylaxeprogramm besteht aus:

  • Professionelle Zahnreinigung
  • Einführung in die richtige Putztechnik
  • Aufklärung über Ernährung, Putzgewohnheiten und das richtige Werkzeug
  • eventuelle Flouridierung
  • Kontrolle des Übungserfolgs
  • Aufnahme in den Recall

Die professionelle Zahnreinigung hat den Sinn, erst einmal eine Grundreinigung durchzuführen. Es gibt immer Ecken und Nischen, wo man zu Hause nicht hinkommt, weil man nicht das Werkzeug hat oder die Stellen gar nicht kennt. Also sucht und findet der Zahnarzt dieselben, zeigt sie und probiert gemeinsam mit dem Patienten, welches Werkzeug individuell am besten geeignet ist. Gleichzeitig kann der Zahnarzt den Patienten in die richtige Putztechniken und -gewohnheiten einweisen. Dann wird entschieden, ob flouridiert werden muß oder nicht.
Die Aufnahme in ein mehr oder weniger engmaschiges Recallsystem bedeutet lediglich, dass gemeinsam mit dem Patienten das Intervall zwischen den nächsten Zahnarztkontrollterminen festgelegt wird. In der Regel sind das sechs Monate. Der Patient muß gar nicht selber dran denken, er wird vom Zahnarzt schriftlich an seinen anstehenden Kontrolltermin erinnert.

!! Wenn man rechtzeitig mit der Prophylaxe beginnt und sie konsequent durchführt, wird man nie einen herausnehmbaren Zahnersatz brauchen !!



Wurzelbehandlung

Der Begriff Wurzelbehandlung steht seit Jahrzehnten für Höllenpein, Folter, Alptraum und Schweißausbruch und ist deshalb in erster Linie irreführend.



Wann und wie kommt es zu einer Wurzelbehandlung?

Genaugenommen müßte es eigentlich Wurzelkanalbehandlung heißen, da nicht die Wurzeln selber, sondern die darin verlaufenden Kanäle behandelt werden.
Jeder Zahn hat entweder eine, zwei oder drei Wurzeln. In jeder dieser Wurzeln können sich wiederum ein oder zwei Kanäle befinden, in denen die Nerven und Blutgefäße entlanglaufen, die den jeweiligen Zahn am Leben erhalten.

Jetzt kann es passieren, daß der Zahn langsam immer dunkler wird oder in kürzester Zeit höllisch weh tut. Das bedeutet nichts anderes, als daß der Zahn abstirbt. Dies wird entweder durch ein Trauma (Unfall, ständige Fehlbelastung), oder durch Eindringen von Bakterien (Entzündung) hervorgerufen. Das Absterben eines Zahnes kann mit starken Schmerzen verbunden sein, muß aber nicht.
Ob jetzt mit oder ohne Schmerzen bedeutet es nichts anderes, als daß das Nervengewebe und die Blutgefäße im Wurzelkanal zerstört werden und damit nicht mehr in der Lage sind, ihre lebenserhaltende Funktion wahrzunehmen.
Zerstörtes und abgestorbenes Gewebe muß entfernt werden, weil es einen ständigen Herd für immer wieder aufkeimende Entzündungen darstellt. Der Körper reagiert insofern auf diesen Entzündungsherd, als das er ihn abkapselt und abstößt:

Wir würden in kürzester Zeit diesen Zahn verlieren!

Und genau das will man mit einer Wurzelbehandlung verhindern.

Was ist eine Wurzelbehandlung?

Bei der Wurzel(-kanal)behandlung wird das infizierte oder zerstörte Gewebe aus dem Inneren und den Kanälen des Zahnes entfernt. Anschließend werden die Wurzelkanäle soweit aufgebohrt und desinfiziert, bis man sicher sein kann, alle Gewebsrückstände und entzündlich veränderten Strukturen beseitigt zu haben. Wenn die Kanäle auf diese Weise gereinigt worden sind, werden sie mit einem speziellen Material (Guttapercha) bakteriendicht verschlossen. So wird verhindert, daß es zu einem erneuten Eindringen von Bakterien (Entzündung) kommt.

Was ist der Vorteil einer Wurzelbehandlung?

Durch die Wurzelbehandlung können Zähne erhalten werden, die sonst entfernt werden müßten. Obwohl der Zahn selber tot ist, wird er von dem umgebenden Gewebe soweit ernährt, das er nicht verloren geht.

Ist eine Wurzelbehandlung schmerzhaft?

Auch wenn es die wildesten Horrorgeschichten über die Wurzelbehandlung gibt, ist mit den uns heute zu Verfügung stehenden Mitteln eine schmerzfreie Behandlung die Regel.

Wie lange dauert eine Wurzelbehandlung?

Bei einem Frontzahn dauert die erste Behandlung ca. eine halbe Stunde, bei einem Seitenzahn ca. eine Stunde. Für jede weitere Behandlung muß mit einer halben bis einer Stunde gerechnet werden.

Wie viele Termine sind notwendig?

Teilweise läßt sich die Therapie mit einer Behandlung abschließen. Abhängig vom Grad der Infektion können aber auch 2-3 Behandlungen notwendig werden.

Treten nach der Behandlung Schmerzen auf?

Das Reinigen und Füllen der Wurzelkanäle kann für ca. 1-2 Tage eine Entzündung der umliegenden Gewebe verursachen. Dies äußert sich durch Aufbißschmerzen oder auch Dauerschmerzen direkt im Anschluß an die Behandlung. Mit Schmerztabletten lassen sich diese Beschwerden im allgemeinen ganz gut kontrollieren. Sollten die Schmerzen länger als eine Woche anhalten oder sind die Beschwerden sehr stark, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Zahnarzt in Verbindung.

Können alle Zähne wurzelbehandelt werden?

Nur in wenigen Fällen ist dies nicht möglich. So zum Beispiel, wenn der Zugang zu einem Wurzelkanal nicht auffindbar ist, oder die Wurzelkanalverhältnisse eine richtige Reinigung und Füllung nicht zulassen.

Kann die Behandlung mißlingen?

Wie bei allen Erkrankungen im menschlichen Körper kann auch bei dieser Behandlung keine Garantie auf Erfolg gegeben werden. Aus zum Teil unbekannten Gründen kann es zu Heilungsproblemen kommen. Auch wenn es nicht gelingt, die Infektion im Zahninneren vollständig zu beseitigen, kann die Behandlung fehlschlagen. Teilweise kann eine Wiederholung der Behandlung oder die Entfernung der Wurzelspitze (Wurzelspitzenresektion) notwendig werden. Wenn all diese Maßnahmen fehlschlagen, muß der Zahn gezogen werden.

Welche Alternativen gibt es zur Wurzelbehandlung?

Die einzige Alternative zur Wurzelbehandlung besteht in der Entfernung des betroffenen Zahnes. Dies zieht häufig Folgeprobleme wie Zahnwanderungen anderer Zähne, Bißlageverschiebungen, kosmetische Probleme und aufwendigere Zahnersatzlösungen nach sich.

Wie lange kann ein wurzelbehandelter Zahn erhalten werden?

Bei sorgfältiger Pflege und laufender Kontrolle des Zahnes gibt es heute keine Einschränkung mehr bezüglich der Lebensdauer.

Wurzelbehandlung...und was dann?

Ein wurzelbehandelter Zahn wird nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und wird dadurch spröde. Damit steigt die Frakturgefahr des Zahnes drastisch. Um dies zu verhindern sollte er deshalb nach der Wurzelbehandlung mit einem Stiftaufbau und einer Krone versorgt werden.

Mit den heutigen Erkenntnissen und technischen Errungenschaften ist es möglich geworden, der Wurzelbehandlung ihren Schrecken zu nehmen. Nicht nur die schmerzfreie Behandlung sondern auch Zeitaufwand und Erfolgsaussichten kommen vor allem dem Patienten zugute.



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